Relevanz von Internet- und Computerspielsucht
Befragung von Therapeuten, Klinikern und Suchtberatern
Sehr geehrte Damen und Herren,
eines der Störungsbilder, deren Aufnahme in die fünfte Revisionsfassung des DSM zuletzt intensiv diskutiert wurde, ist der Symptomkomplex der Internet- und Computerspielsucht.
Ausgehend vom inhaltlichen Schwerpunkt wurden als drei mögliche Subtypen 1) exzessives Spielen (Computerspiele), 2) sexuelle Nutzung (Internetpornographie) und 3) exzessive Kommunikation (Chat, Email, Textnachrichten) beschrieben.
Als diagnostische Kriterien wurden in Anlehnung an die Kriterien für Substanzabhängigkeit und pathologisches Glücksspiel folgende Merkmale vorgeschlagen: a) exzessive Nutzung, b) Entzugssymptome, c) Toleranzentwicklung und d) negative Folgen der Nutzung.
Allgemein sind die Annahmen zur Prävalenz bislang sehr vage. So weisen demographische Erhebungen (bspw. unter Nutzern von Online-Rollenspielen) zwar ein teilweise hohes Gefährdungspotential aus, aber es ist bislang kaum bekannt, inwieweit Betroffene tatsächlich bei Therapeuten & Beratungsstellen Hilfe suchen bzw. finden. Um einen besseren Eindruck zur Relevanz im Praxis/Klinik-Alltag zu bekommen, würden wir Ihnen gerne einige Fragen zu Ihren störungsbezogenen Erfahrungen und Ansichten stellen.
Die Beantwortung der Fragen wird etwa 5 Minuten in Anspruch nehmen. Die Datenerhebung erfolgt vollständig anonym. Ihre Eingaben werden nicht an Dritte weitergegeben oder anderweitig verwendet.
Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihr Interesse und Ihre Mithilfe!
FRAGEN ZUR PRÄVALENZ
Welches Vorgehen setzen Sie ggf. zur Diagnostik entsprechender Symptome ein? (Mehrfachantwort möglich)
Altersgruppen: Bitte schätzen Sie wie viele Patienten mit entsprechenden Symptomen je Altersgruppe in den vergangenen 12 Monaten bei Ihnen vorstellig geworden sind.
Welcher der vorgeschlagenen Subtypen von Internet- und Computerspielsucht ist Ihnen begegnet und wie oft?
| |
|
|
|
exzessives Computerspielen |
|
|
|
| |
|
|
|
sexuelle Nutzung (Internetpornographie) |
|
|
|
| |
|
|
|
exzessive Nutzung von Email/Textnachrichten/Chats |
|
|
|
| |
|
|
|
Welche diagnostische Klassifikation wurde zur Einordnung der betroffenen Patienten genutzt?
Falls Sie die Patienten nicht selbst behandelt haben, an wen haben Sie über- bzw. verwiesen?
THERAPIEANSÄTZE
Welche der folgenden Therapieansätze bzw. therapeutische Bausteine halten Sie für den Symptombereich "Internet- und Computerspielsucht" für sinnvoll einsetzbar? (Mehrfachantworten möglich)